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Diesel-Konkurrenz: Nissan Micra mit Kompressor-Benziner

Nissan stellt den Kleinwagen Micra mit einem neuen Motor vor. Er trägt das Kürzel DIG-S – das steht für Direct Injection Gasoline Supercharger. Es handelt sich also um einen Direkteinspritzer mit Aufladung durch einen Kompressor.
Kompressor und 95 Gramm CO2 je Kilometer
Der 1,2 Liter große Dreizylinder-Benziner fußt auf dem 80 PS starken Saugmotor, der die Basis im Micra markiert. Mit Kompressorhilfe schafft das Aggregat 98 PS und 145 Newtonmeter Drehmoment. 180 km/h schnell wird der Kleinwagen damit. Als CO2-Emission gibt Nissan einen Minimalwert von 95 Gramm je Kilometer an. Der Betrag hängt vom verwendeten Getriebe und der Ausstattung ab. So beziehen sich die 95 Gramm auf die Basisversion Visia mit Fünfgang-Schaltgetriebe, die 4,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen soll. Mit dem umfangreicheren und schweren Acenta-Ausstattungspaket sind es vier Gramm Kohlendioxid je Kilometer mehr. Wird ein stufenloses CVT-Getriebe geordert, beträgt der CO2-Ausstoß 115 Gramm.
Motormanagement nach Miller-Prinzip
Die Spritsparbemühungen beinhalten eine Direkteinspritzung, eine Start-Stopp-Automatik und eine Energie-Rückgewinnung beim Bremsen. Das Motormanagement soll ebenfalls Vorteile bringen. Denn der Dreizylinder läuft nach dem so genannten Miller-Verbrennungszyklus: Hierbei bleiben die Einlassventile im Verdichtungstakt – also wenn sich der Kolben nach oben bewegt – länger offen als üblich. Ein Teil der Luft wird dabei in den Ansaugtrakt zurückgeschoben, dadurch fällt die Gemischmenge geringer aus. Die Menge reicht, um den Kolben zu bewegen, womit gegenüber den Motoren, bei denen die Einlassventile früher schließen, ein höherer Wirkungsgrad erreicht wird. „Kein anderer Kleinwagen-Benziner kann aktuell solch einen Effizienzgrad erreichen. Damit ist er mehr als nur ein ebenbürtiger Gegner für einen vergleichbaren Diesel", so Pierre Loing, Vice President Produktstrategie und -planung von Nissan.
Quelle: AutoNews







