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Kleinwagen, der mehr kann...


Der Kia Picanto wurde komplett überarbeitet. Die Neuauflage strebt dabei nach Höherem. Im Fahrbericht der 69 PS starke Einliter-Dreizylinder.

Belächelt wird Kia schon lange nicht mehr. Der Anblick des neuen Picanto dürfte bei den Mitbewerbern eher zu gequältem Lächeln führen. So macht die aus dem Venga bekannte Front mit Doppeltrapezkühler, stattlichem Lufteinlass sowie LED-Tagfahrlichtern Schluss mit dem niedlichen Kindchenschema des Vorgängers. Obwohl mit 3,60 Metern nach wie vor deutlich kürzer als Polo & Co, bringt der Picanto vier Erwachsene auf vollwertigen Sitzen artgerecht unter.

Kia Picanto bereits ab 8.990 Euro

Optionen wie das schlüssellose Zugangssystem, CD-Radio mit iPod-Anschluss oder elektrisch anklappbare Rückspiegel sollen zudem zarte Kompaktklasse-Gefühle wecken. Dies gelingt der soliden, jedoch einfachen Hartplastik-Einrichtung im Kia Picanto bedingt. Ein Blick in die Preisliste lässt etwaige Kritik daran allerdings ebenso abrupt verstummen wie an der nur durchschnittlichen Variabilität: Kia bietet den in Deutschland entwickelten und in Korea gebauten Zwerg als Zweitürer bereits ab 8.990 Euro an, sieben Jahre Garantie inklusive. Als Viertürer sind es nur 400 Euro mehr. Dafür gibt es im Kia Picanto serienmäßig Front-, Seiten- und Vorhangairbags sowie einen neuentwickelten Einliter-Dreizylinder mit 69 PS, der sich im Normzyklus mit 4,1 L/100 km begnügen soll.

In der Praxis dürfte es einiges mehr sein, denn der akustisch präsente, aber laufruhige Dreizylinder wird im Fahrbericht erst bei höheren Drehzahlen munter, kann dann aber selbst auf der Autobahn mithalten. Dass er sich in der Stadt wohler fühlt, zeigt der Kia Picanto mit seinem kleinen Wendekreis, guter Übersicht sowie der komfortablen Federung, die selbst gröbere Unebenheiten tapfer bekämpft, in schnellen Kehren jedoch auch eine beträchtliche Seitenneigung zulässt.

Höhere Ausstattung empfehlenswert

Den Aufpreis zum kaum temperamentvolleren, aber etwas leiseren 1,2-Liter-Vierzylinder mit 85 PS kann man sich im Kia Picanto jedenfalls sparen. Für LPG-Fans ist der Schritt zur 1.300 Euro teureren Autogas-Variante schon interessanter. Durch die Integration ab Werk und aufwendige Optimierung leistet der bivalente Dreizylinder sogar 13 PS mehr als sein Benziner-Kollege und erfüllt ebenfalls Euro 5.

Da die Kia Picanto-Basisvariante nicht mit dem wichtigen ESP geliefert werden kann, empfiehlt sich zudem die Wahl einer höheren Ausstattungsvariante. In der Topversion Spirit mit vollem Sicherheitspaket, Klimaanlage, Lederlenkrad und 15-Zoll-Alufelgen bleibt der Kia Picanto immer noch unter der 12.000-Euro-Schwelle. Das dürfte wiederum viele Kunden zum Lächeln bringen.

 

Quelle: auto-motor-sport


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