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Kia pro_cee´d 1,6 CRDi xR - im Test
Prosit!
Der Kia pro_cee´d zeigt, dass ein kompaktes Coupé trotz ausgesprochen guten Aussehens auch sehr solide sein kann. Wir testen den 115-PS-Diesel.
Der dreitürige Kia Pro_cee´d ist das jüngste Mitglied der Cee´d-Reihe
und erhielt deshalb auch mit einjähriger Verspätung das Facelift.
Optisch fiel es recht dezent aus: Mit der neuen „Tiger-Nose“ und einem
modernisierten sowie materialmäßig aufgewerteten Innenleben.
Wie schon der Vorgänger schafft es auch der geliftete pro_cee´d
scheinbare Gegensätze locker miteinander zu vereinen. Einerseits ist er
höchst vernünftig – mit Benzin- und Dieselmotoren zwischen 90 und 115 PS samt serienmäßigem Start-Stopp-System sowie der inzwischen weithin bekannten Siebenjahres-Garantie.
Mit leichter Hand gezeichnet
Andererseits sieht er äußerst sexy aus. Befreit von der Last, extrem
praktisch sein zu müssen, strahlt das 4,25 Meter lange Coupé eine athletische
Eleganz aus, die in der Kompaktklasse nur selten anzutreffen ist. Dabei
wirkt er wie von leichter Hand gezeichnet und keineswegs – etwa mit
übertrieben vielen Sicken und Kanten – bemüht auf auffällig getrimmt.
Noch mehr Motoren-Vernunft: Die Zweiliter-Varianten (140-PS-Diesel,
143-PS-Benziner) fielen aus der Preisliste, den 105 PS starken
Einstiegsbenziner drosselte man auf versicherungs- und
verbrauchsfreundliche 90 PS, was beim subjektiven Fahrerlebnis keinen Unterschied macht, steht das maximale Drehmoment jetzt doch bereits früher an.
Ein Automatikgetriebe gibt es ebenfalls, allerdings besitzt es lediglich vier Gänge und ist nur für den stärkeren Benziner zu haben.
Für den Test schöpften wir aus dem Vollen und nahmen uns den 115-PS-Diesel in der Topausstattung „xR“ zur Brust. Hier kommt ESP, sechs Airbags, Isofix-Kindersitzhalterung, Leder an den Sitzen (jedenfalls teilweise), dem Lenkrad und dem Schalthebel zum Einsatz.
Ebenso Klimaautomatik plus E-Schiebedach, Sportfahrwerk, 17-Zöller samt
Reifendruckkontrolle, Alu-Pedale, Mittelarmlehne, abgedunkelte hintere
Seitenscheiben, ein MP3-fähiges CD-Radio mit USB-Anschluss und
Bluetooth-Freisprecheinrichtung, etc.
Noch mehr Motoren-Vernunft: Die Zweiliter-Varianten (140-PS-Diesel,
143-PS-Benziner) fielen aus der Preisliste, den 105 PS starken
Einstiegsbenziner drosselte man auf versicherungs- und
verbrauchsfreundliche 90 PS, was beim subjektiven Fahrerlebnis keinen Unterschied macht, steht das maximale Drehmoment jetzt doch bereits früher an.
Ein Automatikgetriebe gibt es ebenfalls, allerdings besitzt es lediglich vier Gänge und ist nur für den stärkeren Benziner zu haben.
Für den Test schöpften wir aus dem Vollen und nahmen uns den 115-PS-Diesel in der Topausstattung „xR“ zur Brust. Hier kommt ESP, sechs Airbags, Isofix-Kindersitzhalterung, Leder an den Sitzen (jedenfalls teilweise), dem Lenkrad und dem Schalthebel zum Einsatz.
Ebenso Klimaautomatik plus E-Schiebedach, Sportfahrwerk, 17-Zöller samt
Reifendruckkontrolle, Alu-Pedale, Mittelarmlehne, abgedunkelte hintere
Seitenscheiben, ein MP3-fähiges CD-Radio mit USB-Anschluss und
Bluetooth-Freisprecheinrichtung, etc.
Überschaubare Extra-Anzahl
An Extras gibt es für den „xR“ nur Metallic-Lack (400 Euro), ein
Navigationssystem inklusive Rückfahrkamera (1.000 Euro) und
interessanterweise eine hintere Einparkhilfe (400 Euro). Interessant
deshalb, weil sie bei der zweithöchsten Ausstattung „Active Pro“ serienmäßig dabei ist.
Aber auch die Einstiegsversion „Cool“ ist definitiv nicht ärmlich ausgestattet – etwa mit ESP,
Berganfahrhilfe, Klimaanlage, Fernbedien-Zentralsperre, beheizten
E-Außenspiegeln, einem kühlbarem Handschuhfach sowie einem CD-Radio mit
USB-Anschluss und Bluetooth. Also eine Ausstattung, die anderswo im
mittleren Bereich liegt, oder kräftig Aufpreis kostet.
Ein Blick in den Innenraum offenbart zwar null Unterschiede zu den
anderen cee´d-Typen, dennoch geht einem nichts ab. Die Übersicht ist gut
– abgesehen von jener nach schräg hinten – an Material- und
Verarbeitungsqualität gibt es nichts herumzumäkeln.
Dickes Plus: trotz dynamisch
flacher Linie und Schiebedach haben selbst große Personen kein Problem
mit der Kopffreiheit, zumindest vorne. Hinten geht es enger zu, für ein
Coupé gehen die Platzverhältnisse trotzdem in Ordnung.


Herzeigbares Ladeabteil
Beim 340 bis 1.210 Liter großen Laderaum muss man zwar im Vergleich zum
Fünftürer Abstriche machen (auch die Öffnung ist kleiner), anderen
Kompakt-Coupés gegenüber erweist sich der pro_cee´d aber nachgerade als
Lademeister.
In Sachen Temperament geht einem die aufgelassene Topversion nur auf dem
Papier ab, subjektiv gehen Spritzigkeit und Durchzug voll in Ordnung.
255 Nm ab 1.900 Touren sind zwar kein Spitzenwert, aber in Verbindung
mit dem knackigen und gut abgestimmten Sechsgang-Getriebe auch
angesichts des flotten Outfits ausreichend. Kultiviert ist der Motor außerdem.
Das Fahrwerk mit Rundum-Einzelradaufhängung sowie die präzise, eher
schwergängige Lenkung könnten hingegen mehr Leistung vertragen. Selbst
bei flotter Fahrweise kommt einem die Technik irgendwie unterfordert vor.

Im Grenzbereich bleibt der pro_cee´d lange neutral, um dann leicht zu untersteuern. Komfortabel gefedert ist er allerdings, zumal in der Sportabstimmung des „xR“, nicht.
Braver Verbrauch
Beim Verbrauch schlägt die überschaubare Leistung zum Glück wieder voll durch: Unter sechs Liter zu bleiben, ist keine Kunst, wenn auch die versprochenen 4,4 Liter Mixwert eine echte Herausforderung an die rechte Samtpfote sind.
Und der Preis? Obwohl wir die teuerste Möglichkeit wählten, in einem pro_cee´d unterwegs zu sein, klingen 22.990 Euro – auch angesichts der gebotenen Ausstattung – recht bescheiden. Wem 90 PS und die zuvor erwähnte „Cool“-Ausstattung genügen, der kommt gar mit 15.790 Euro davon.
Es geht aber noch günstiger, und zwar mit dem Sondermodell „Surf & Drive“ hier muss man im Vergleich zum „Cool“ auf nichts verzichten und bezahlt für den 90 PS starken Einstiegs-Benziner lediglich 14.790 Euro, der 115-PS-Diesel kommt diesfalls auf 19.990 Euro.
Resümee
Wer fast ausschließlich zu zweit unterwegs ist, und auf ein Kompaktauto spitzt, sollte den Kia pro_cee´d in Erwägung ziehen. Mit tollem Aussehen bei gleichzeitig kaum Abstrichen in Sachen Vernunft plus günstigem Preis plus Siebenjahres-Garantie empfiehlt er sich nachhaltig.









